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Sisulehe ilupilt

Kas piibliraamatute lühendid Moosese raamatute puhul peaksid olema eesti - või ladinakeelsed?

eestikeelsed (1-5Ms)
ladinakeelsed (Gn, Ex, Lv, Nm, Dt)

Kas Eesti vajab rahvuslikku teoloogiat?

Kuidas sulle meie koduleht meeldib ?

1-2004 (53)

Abstracts

Ermo Jürma, Vergeltungsthema in den Psalmen.

Beim Lesen der Bibel stößt man gelegentlich auf verschiedene Racheäußerungen, wobei sich mehrere gegensätzliche Fragen nach dem Verhältnis von Gott und Menschen stellen. Das Auftreten solcher Gedanken im Psalter ist ein besonderes Problem, weil es vielerorts als Liebesbrief gilt. In dem Artikel wird der Umfang, die Intensität und die Ausdrucksweise des Vergeltungsgedanken in den Psalmen hinterfragt. Es stellt sich heraus, dass sich nur einzelne Abschnitte und Verse als so genannte Vergeltungspsalmen qualifizieren lassen. Der Sinn der Vergeltung wird unter vier verschiedenen Aspekten behandelt. Die literarische Frage: als poetische Gebete des Orientalen sind die Psalmen Medien sprachlicher Bändigung der Gewalt. Es ist nötig, sich hier einzuleben und die Worte und die Taten der Autoren unterscheiden zu lernen. Die bibeltheologische Frage: die Autoren bezeichnen sich selbst als Arme und Bedürftige, die oft den listigen und mächtigen Feinden unterliegen. Ihre letzte Hilfe ist Gott als ihr treuer Bundespartner. Diese Psalmen sind nur die negative Seite (Vergeltung der Feinde) ihrer positiven Bemühung (Rettung des Armen). Die hermeneutische Perspektive: sie verbietet uns, aus oft isolierten Psalmen-Versen zu weitreichende dogmatische Schlussfolgerungen zu ziehen. Bei den Psalmen muss man mit einer Begrenzung auf die Diesseitigkeit rechnen, deshalb warteten die Psalmisten auf ihre sichtbare Rechtfertigung. Ungeachtet des fremden Kolorits erkennen wir, dass sich diese Psalmen um die Ehre Gottes bemühen.

Veiko Vihuri, Ecclesiological views in Estonian theology: Harald Põld’s concept of a Free Church.

The Estonian Evangelical Lutheran Church was formed in 1917–1919 as a Free Folk Church. In the 1920‘s there were three main theological currents in the Estonian church: Liberal “Protestants”, Conservative Lutherans, and the Ecclesiastical-Confessional Movement. The leader of the conservatives was Harald Põld, dean of the Eastern Harju Deanery. The conservatives and the liberals defended the principle of an independent congregation, as against the view of a unified church held by the Consistory and the Ecclesiastical-Confessional Movement. Harald Põld fiercely ciritcized the concept of a Free Folk Church, which in his opinion would make the church too nationalistic and excessively dependent on the state. Põld supported a congregationalist church order, inviting congregations to join his Free Synod. His main concern was to guarantee orthodox Lutheran teaching in the church. As a theologian, Harald Põld represented the viewpoints of new orthodoxy and pietism.

Ingmar Kurg, Die Darstellung der ökumenischen Bewegung im Leben der Estnischen Kirche 1910–1940.

In dem Artikel wird die Darstellung der ökumenischen Bewegung in den estnischsprachigen kirchlichen Publikationen, sowie die Verbreitung der ökumenischen Ideen in Estland in der Periode 1910–1940 behandelt. Die bedeutendsten Überblicke über ökumenische Entwicklungen sind von Eduard Tennmann verfasst worden, der – dank persönlichen Beziehungen mit dem Leiter der Life and Work-Bewegung, Erzbischof Nathan Söderblom – gemeinsam mit Theodor Tallmeister die Ideen von social gospel in Estland zu unterstützen beginnt. Zweiter Forscher im Bereich der Ökumenik wird Jaak Taul. Er verfolgt die Entwicklungen der Faith and Order-Bewegung und wirkt als lutherischer Verhandlungspartner bei den Treffen mit der anglikanischen Kirche. Auf kirchlicher Ebene ist der lutherische Bischof Hugo Berhnard Rahamägi ein begeisterter Propagierer der Ökumene. Vom orthodoxen Standpunkt aus analysiert Vassili Martinson die gegenseitigen Annäherungen der anglikanischen und der orthodoxen Kirche; die anti-ökumenische Richtung wird von der katholischen Zeitschrift Ühine Kirik vertreten. Die internationalen Missions- und Jugendorganisationen, die im Zuge der Verbreitung der evangelikalen Allianz-Bewegung nach Estland kamen, sehen neue Möglichkeiten für die Gemeinschaftsarbeit der Gläubigen in der evangelischen Verkündigungs- und Missionsarbeit. Die Wirkung der ökumenischen Ideen auf die Beziehungen zwischen den estnischen Kirchen bleibt relativ schwach. Wegen des nahenden II. Weltkrieges und der darauf gefolgten Okkupationszeiten kam es zu keiner realen Zusammenarbeit zwischen den Kirchen.

Christian Grethlein, Mediengesellschaft – eine Herausforderung für Praktische Theologie.

Neue Medien – angefangen von der Fotografie über Telefon, Hörfunk und Fernsehen bis zum Internet – haben die Kommunikationsbedingungen der Gesellschaft tief greifend verändert. Theologen beschäftigen sich mit diesem Prozess in drei Hinsichten: 1. In der langen Tradition, neue Medien für die “Verkündigung” fruchtbar zu machen, steht die Forderung nach einer christlichen Publizistik. 2. Im Anschluss an medienkritische Äußerungen werden die Gefahren beschrieben, die aus den neuen Medien resultieren. 3. An die sich einem funktionalen Religionsbegriff verdankende Tendenz, die sog. neuen Medien als neue Form der Religion aufzufassen, können sich theologische Kritik oder Hochschätzung der religionsproduktiven Potenziale dieser Entwicklung anschließen. Alle drei mehr oder minder ausgeprägten Diskurse ergeben wichtige Einsichten, u.a. in die Bedeutung der Massenmedien für die Bildung der öffentlichen Meinung, in die Gefahren eines unkritischen Mediengebrauchs, in die Bedeutung der Medienentwicklung für das Religionssystem. Auf Grund der Betrachtung der religions- und kirchengeschichtlichen Medienentwicklung und der theologischen Diskurse analysiert der Autor die veränderten Möglichkeiten und Aufgaben der praktischen Theologie im Dienste der Kommunikation des Evangeliums.

Alar Kilp, Church influence on the politicization of religion.

The article analyzes the influence of churches on the politicization of religion in four post-communist countries – Poland, the Czech Republic, Hungary and Estonia. The main objective is to find out whether or not, in the future perspective, religious social conflict will become part of politics anyway or is this process influenced also by the tactical choices made by churches. Although the dominant churches in respective countries belong to different denominations (Catholic, Lutheran, Calvinist), these churches have similar institutional interests as well as challenges. Also, their everyday political choices are not directly dependent upon their theological doctrine. For the evaluation of the political influence of the churches, use is made of the religious market theory which assumes that the churches are motivated by their institutional interests. The article concludes that the tactical choices made by the churches have influenced the development of religious political cleavage. The backing of the radical Christian political parties in Poland or a close alliance with only one political party in the Czech Republic, have been tactical choices of the churches that have reduced the importance of religious political cleavage. The tactical choice of the dominant Hungarian churches, however, yielded the opposite result. Their choice to abandon the radical Christian parties for the moderate Christian Democratic parties increased the importance of the religious political cleavage.

Anne Kull, On Angels and Institutions.

Our individualistic and materialistic worldview does not make it easy to understand ancient texts. Yet, even we can understand the experiences behind otherwise incomprehensible designations, such as demons, angels or gods. Furthermore, these categories may help us to understand what is needed to initiate change in our institutions. I present an example of the possible use for the term “angel” as an inner aspect (or spirituality) of a congregation or any other institution (including educational system).

Anmerkungen des Redakteurs

Der Teil Dissertationen beinhaltet die Titel, die Autoren und die wissenschaftlichen Betreuer der Doktor- und Magisterarbeiten, die im Jahr 2004 an der Theologischen Fakultät der Universität Tartu verteidigt wurden. Insgesamt wurden im Jahr 2004 1 Doktor- und 6 Magisterarbeiten verteidigt. Im Jahr 2004 hat ein estnischer Theologe, Randar Tasmuth, seine Doktorarbeit an der Universität Helsinki verteidigt. Außerdem beinhaltet der genannte Teil die Liste der Abschlussarbeiten, die in den Jahren 1998–2004 an der Theologischen Akademie Tartu (Tartu Teoloogia Akadeemia) verteidigt wurden.

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